Happy World Bee Day

Am 20. Mai erinnerte uns der „Weltbienentag“ daran, dass Leben ohne dieses Tier schlicht nicht möglich ist. Zugegeben: Auch in der Eifel ist die Wildbiene gefährdet. Daher lohnt es sich, an die Bedeutung der Biene für die Menschheit zu erinnern. Im Mittelpunkt stehen dabei die Wildbienen. Informationsmöglichkeiten gibt es in unserer Region genug. Als Hauptverursacher für den drastischen Rückgang sehen Forscher den Einsatz von Insektengiften der Gruppe Neonicotinoide. Diese Gift tötet die Biene zwar nicht, aber unterbindet deren Nervenreize. Die Tiere verlieren ihre Lernfähigkeit. Es wurde zudem beobachtet, dass bei Honigbienen der sogenannte „Bienentanz“ gestört wird. Deshalb dürfte die Forderung  nach einem vollständigen Verbot dieser Gifte angemessen sein.

Was kann getan werden und was kann jeder Einzelne von uns tun? Wer das Glück hat, einen eigenen Garten zu besitzen, tut gut daran, auf alle Insektizide zu verzichten. Warum sollte man auch sein eigenes Essen vergiften wollen? Ein gepflegter Rasen ist die Zier eines jeden Gartenfreundes und vor allem stinklangweilig. Besser legt man eine Fläche als Wildblumenwiese an. Das sieht nicht nur toll aus sondern hilft den Insekten ungemein, die benötigte Nahrung zu finden.

Boykottieren Sie die klassischen „Insektenhotels“ aus Baumarkt, Gartencenter und Discounter konsequent. Sie sind meist keinen Cent wert und absolut kontraproduktiv. Die Tiere werden im besten Fall dort gar keinen Besiedlungsversuch starten. Im schlimmeren Fall verletzen sie sich  an ausgefranzten Kanten der Billigröhren oder falschen Materialien, wie z.B. Weichholz. Da gehören  unsinnige Tannenzapfen noch zu den harmloseren Fehlern. Kaufen Sie ausschließlich solide verarbeitete und praxistaugliche Produkte. Vor dem Kauf bitte gut informieren. Natürlich sind qualitativ hochwertige  Nisthilfen wesentlich teurer. Dafür erfüllen sie aber auch ihren Zweck. Wagen Sie sich ruhig selbst an den Bau solcher Insektennisthilfen. Wenn Sie genau wissen, worauf geachtet werden muss, ist das bei einigem handwerklichen Geschick kein Hexenwerk.

Viel Freude beim Schützen und Beobachten.

Solveig & Dietmar

Solveigs FeWo ab sofort wieder buchbar…

Die Landesregierung NRW erlaubt mir wieder meine Ferienwohnung an Feriengäste zu vermieten. Das freut mich sehr. Denn es gab viele Anfragen und ebensoviel Verunsicherung. Das ist verständlich, denn bei 16 verschiedenen Verordnungen verliert man leicht den Überblick.

Tatsache ist, in Nordrhein-Westfalen dürfen Feriengäste Ferienwohnungen und -häuser ohne Einschränkung nutzen. Lediglich das Kontaktverbot ist einzuhalten. Kleiner Wermutstropfen: Der Erstwohnsitz der Gäste muss sich in Deutschland befinden. Vermutlich wird das aber bald Geschichte sein.

Zur Sicherheit und weil mir die Gesundheit meiner Gäste am Herzen liegt, lege ich besonderen Wert auf Hygiene. Dementsprechend wurde die Unterkunft vorbereitet. Den Reinigungsplan habe ich erweitert. Selbstverständlich ist damit ein erheblicher Mehraufwand verbunden, der auch etwas kostet. Dennoch habe ich mich entschlossen, meine ohnehin schon sehr günstigen Preise zu halten.

Vor dem Eingang rechts befindet sich ein Handdesinfektionsspender, den meine Gäste vor Betreten der FeWo nutzen möchten. Innerhalb der Unterkunft befindet sich weiteres Desinfektionsmittel für die Hände. Darüber hinaus stelle ich Desinfektionsmittel für die Oberflächenreinigung zur Verfügung. Lüften ist so oft wie möglich erforderlich und gewünscht (Stoßlüftung). Für Gäste, die ein kontaktloses Check-In wünschen, steht ein Schlüsseltresor zur Verfügung. Dazu muss allerdings die Mietzahlung vorab auf meinem Konto vollständig verbucht sein.

Meine Bitte: Schenken Sie dem Thema „Hygiene“ soviel Aufmerksamkeit, dass sich alle wohlfühlen und gesund bleiben. Denken Sie dabei bitte auch an die Reinigungskräfte, für deren Wohlergehen ich mich verantwortlich fühle.

Einen angenehmen und erholsamen Aufenthalt in der Eifel und in meinem Feriendomizil wünscht

Ihre Solveig

Orchideen in der Eifel

Orchideen vermutet man  allgemein wohl eher nicht in der Eifel. Mir ging es übrigens ganz genauso,  als ich von Bonn kommend mit meiner Familie vor vielen Jahren nach Bad Münstereifel zog. Doch weit gefehlt. Sicher werden die meisten Naturfreunde zuerst an tropische Orchideen denken, die man in Gewächshäusern und Blumengeschäften sieht. Darüber möchte ich aber hier nicht berichten, sondern von unseren heimischen Orchideen.

Nur wenige Meter hinter unserem Haus gibt es ein Orchideenvorkommen, das uns einen Eindruck über die Vielfalt vermittelt.  Zwar haben diese nicht den spektakulären „Auftritt“ der tropischen Artgenossen mit ihren imposanten Blüten. Sie stehen aber bei näherer Betrachtung der Einzelblüte ihren exotischen Verwandten in nichts nach. Man muss allerdings genauer hinschauen. Denn sonst werden sie allzu leicht übersehen. Und das wäre sehr schade. Lassen Sie sich verzaubern von der Vielfalt und Schönheit unserer Orchideen in der näheren Umgebung. Erkunden Sie einsame Dörfer am Fuße bewaldeter Höhen, stille Seen und klare Bäche, alte Abteien und majestätische Burgen – die Eifel ist für ihre wildromantische Landschaft bekannt. Schauen Sie genau hin und Sie entdecken Schätze, die sich dem Blick der meisten Besucher entziehen: Auf stillen Lichtungen und mageren Kalkwiesen wachsen 40 der 60 in Deutschland heimischen Orchideenarten. Die Eifel gilt als das beste Orchideenrevier zwischen Rhein und Weser.

Wo genau findet man sie? Das wird hier an dieser Stelle natürlich nicht verraten.

Rund um den Hirnberg

Gerne verraten wir Ihnen hier unsere „Hausrunde“, die uns immer wieder begeistert. „Hirnen“ muss man übrigens nicht bei dieser Wanderung. Vielmehr darf sich der Wanderer auf die schöne Natur ein- und seine Gedanken loslassen.

© D. Frank

Ausgangspunkt für unsere Gäste ist das Feriendomizil Solveigs Ferienwohnung. Ansonsten wäre der Waldparkplatz „Ginsterweg“ der ideale Start. Von der Ferienwohnung aus, geht es um unser Haus herum bergauf bis zum Ginsterweg (Waldparkplatz). Hier biegen wir rechts ab und laufen gemächlich durch Wiesen und einem kleinen Eichenwald hinab ins „Eschweiler Tal“ in Richtung Steinbruch. Dieses Wegestück gehört übrigens zum „Kräuterpfad“ und ist Teil der „Eifel Spuren“. Unten im Tal sehen wir eine Brücke, die uns über den „Eschweiler Bach“ bringt. Wir sind hier in einem „Natura-2000-Schutzgebiet“, das diesen Status wegen der vielfältigen und teils seltenen Fauna und Flora erhalten hat. Vor der Brücke ist uns die  Tümpelanlage sicher nicht entgangen, die dort 2020 eingerichtet wurde. Sie bietet den heimischen Amphibien die idealen Voraussetzungen zur Fortpflanzung. An diesem Punkt angelangt, empfiehlt sich ein kleiner Abstecher, nur 50 m  aufwärts Richtung „Eschweiler“. Hier gibt uns nämlich ein interessanter Lehrpfad über die Geologie dieser Region anschauliche Einblicke. Denn der längst stillgelegte Steinbruch lieferte einst nicht nur Baumaterial sondern gab zudem zahlreiche Geheimnisse zur Entstehung der Voreifel preis. Der ein oder andere fand hier übrigens schon prächtige Fossilien.

Wir halten uns über die Brücke kommend links und wandern den Bach entlang gegen die Fließrichtung durch das wunderbare Tal, bis wir eine weitere Brücke finden. Diese überqueren wir und laufen rechts den Bogen herum. Am rechten Rand des Weges gibt es eine Bank (halber Baumstamm). Hier legen wir einen kurzen Stopp ein und schauen auf den gegenüberliegenden Wiesenhang. Es handelt sich um eine Magerkalkwiese, auf der zur richtigen Zeit Orchideen bewundert werden können. Besonders die MückenHändelwurz (Gymnadenia conopsea), mit von uns bereits gemessenen Wuchshöhen bis 50 Zentimetern, gedeiht hier. Selbstverständlich betreten wir auf keinen Fall die Wiese ohne einen fachkundigen Führer. Weiter geht es den Weg entlang durch den kühlen Wald, wobei wir links den „Hirnberg (456 m)“ passieren. Hier soll in einer Höhle der Feuermann leben, eine feurige Spukerscheinung von menschlicher Gestalt. Diese in ganz Mitteleuropa verbreitete Vorstellung ist zweifellos christlichen Ursprungs und  setzt den Glauben an Fegefeuer und Hölle voraus. Feuermänner  sind büßende Seelen, die zu Lebzeiten Schuld auf sich geladen haben und daher nach dem Tod zeitlich oder ewig umgehen müssen. Sofern sie auf Erlösung hoffen, verhalten sie sich Menschen gegenüber freundlich und leuchten ihnen auf gefährlichen Wegen. Also, passen Sie ein wenig auf sich auf!

© D. Frank

Bald gelangen wir an eine Waldstraße, in die wir kurz links abbiegen, um sofort wieder rechts in einen beschrankten Privatweg hinein zu laufen. Das war früher ein Naturlehrpfad. Leider sind nur noch wenige Informationsschilder vorhanden, was uns und die Natur aber nicht stören soll. Kurz darauf quert der Wirtschaftsweg „Gut Vogelsang“, dem wir links folgen. Hier findet sich ein schönes „Waldhaus“ mit lateinischer Inschrift. Wer möchte, darf sie gerne enträtseln. Vielleicht kennt das Anwesen noch jemand als „Waldcafé“? Weiter geht es mit wunderbarer Aussicht bis in das rheinische Vorgebirge. Nun kommt allmählich bebautes Gebiet. Es geht die Straße hinunter und am Ende weiter links. Nach einem Bogen etwas aufpassen, da sonst links ein schmaler Treppenpfad übersehen wird, der uns auf den Hubertusweg führt. Diesem wiederum links bis ans Ende folgen. Die „Otterbachstraße“ überqueren wir nur und halten uns dann wieder links steil bergauf. Das ist der „Ginsterweg“. Oben ist der Ausgangspunkt der Wanderung erreicht. Unsere Gäste gehen natürlich am Parkplatz rechts die Straße „Zum alten Gericht“ durch die Weiden ca. 600 m zu ihrem Feriendomizil und genießen dabei nochmals eine herrliche Aussicht.

ca. 9,6 km | Gehzeit ca. 2,0 h | 233 Hm | Direkt ab Feriendomizil | GPX

Viel Spaß beim Nachwandern wünschen

Solveig & Dietmar

Rundwanderung Einruhr

wir hatten hier schon an anderer Stelle hin und wieder über den Rursee berichtet. Der See gehört mit zu den größten Stauseen Deutschlands. Vor einiger Zeit haben wir uns am sogenannten „Obersee“ bei Einruhr zu einer wunderschönen Rundwanderung aufgemacht.  Wie man schon vermuten wird, teilt sich der See in einen Ober- und Untersee.

Unsere Wanderung begann direkt an dem Steg über den See, wenn man in den Ort Einruhr einfährt. Dort gibt es einen öffentlichen Parkplatz, der aber an den Wochenenden und bei schönem Wetter belegt sein dürfte. Man sollte daher am besten einen normalen Wochentag nutzen.

Man geht zunächst über die Bundesstraße und überquert die Brücke über die Erkensruhr. Hier sind wir dem Weg, mit dem See zu unserer Rechten, für einen knappen Kilometer gefolgt. Nach diesem Abschnitt überquerten wir erneut eine Brücke und setzten unsere Wanderung auf der anderen Seite des Sees in dieselbe Richtung weiter fort. Nach wiederum 1 km, dem Wanderweg folgend, sahen wir zur linken Seite einen kleinen Steg, der über die Rur führt. Dort gingen wir hinüber und gingen dann den Linksknick nach ca. 140 m herum durch ein kleines Waldstück. An der nächsten Wegkreuzung, nach etwa 300 m, bogen wir scharf nach links und nach weiteren 100 m halb links auf den Hauptwanderweg ab. Gemächlich ging es dann ca. 4 km zurück mit wunderschönen Aussichten auf den See. An einer großen Kreuzung mit einer Schutzhütte nahmen wir dann den linken Weg, der uns in Richtung Einruhr bergab führte. Nach wenigen Minuten kamen wir wieder an der Brücke an, an der wir unsere Wanderung begonnen hatten.

Uns hat an dieser Wanderung vor allem die Vielfältigkeit begeistert. Der Rückweg bietet  wunderschöne Aussichten auf den Obersee. Es war einfach nie langweilig und das schöne Wetter machte den Ausflug zu einem perfekten Erlebnis. Wir können diese Wanderung bestens empfehlen. Gute und empfehlenswerte Einkehrmöglichkeiten gibt es direkt am See in Einruhr.

ca. 7 km | Gehzeit ca. 1,7 h | 388 Hm | PKW von Bad Münstereifel nach Einruhr (ca. 38 km) | GPX

Viel Spaß beim Nachwandern

Solveig & Dietmar

Coronavirus – jetzt auf Reisen verzichten?

Selbst aus dem Gesundheitswesen kommend (MTA), rate ich natürlich dazu, auf alle Auslandsreisen zu verzichten. Ihre geplante touristische Auszeit in der Eifel ist nun vorläufig bis zum 19. April auch untersagt. Selbstverständlich respektiere ich das. Bei einer begrüßenswerten Lockerung dieses Verbotes sollten folgende Punkte beachtet werden:

1. Ausschließlich in ein Ferienhaus oder in eine –wohnung einmieten, bei denen Kontakte zu anderen Mitbewohnern vermieden werden können. Ganz wichtig: Ein separater Eingang, der nur von den Gästen dieses Domizils genutzt werden darf! Mit anderen Worten: Eine Unterkunft, so sicher, wie die „eigenen vier Wände“. Eine „FeWo“ ist in diesem Punkt anderen Unterkunftsarten gegenüber im Vorteil. Aber egal, wo Sie buchen: Bei der An- und Abreise sowie beim Aufenthalt öffentliche Verkehrsmittel vermeiden. Keine fremden Personen mitnehmen. Keinen Besuch im Feriendomizil empfangen. Sich an die Empfehlungen und Bestimmungen, die am Urlaubsort gelten, strikt halten.

2. Eine gewissenhafte Handhygiene ist das A und O: Daher regelmäßig  gründlich die Hände waschen. Alternativ müssen die Hände mit einem geeigneten Desinfektionsmittel für mindestens 30 Sekunden desinfiziert werden, falls ein regelmäßiges Händewaschen nicht möglich ist.

3. Verzicht auf die Begrüßung per Handschlag und auf sonstiges Händeschütteln. Stattdessen die Begrüßung z.B. verbal und mit einem freundlichen Lächeln vornehmen.

4. Zwei Meter Abstand – besonders zu hustenden und niesenden Personen – halten. Natürlich ist nicht jeder mit Erkältungssymptomen gleich vom Coronavirus betroffen, es schadet aber auf keinen Fall auf Nummer sicher zu gehen.

5. Im Rahmen der Husten- und Niesetikette, gilt es sich immer von anderen Personen abzuwenden und in die Armbeuge zu husten oder zu niesen.

6. Bad Münstereifel ist nicht stark betroffen und wird es auch nicht werden. Warum? Weil wir eine Flächengemeinde sind, die sich auf viele kleine Dörfer verteilt. Außerdem ist unsere Region nicht gerade als touristische Hochburg bekannt. Wer diesem Virus nicht begegnen möchte, kommt am besten zu uns. Eigentlich muss man sich hier schon sehr anstrengen, um überhaupt Menschen zu begegnen. Daher darf man sich hier vor Ansteckung sicher sein, wenn die o.g. Punkte beherzigt werden.

Gut – das ist alles Theorie, denn ich habe mich an die Regeln zu halten. In Krisenzeiten sind die Leute, die das konnten, aufs Land gezogen und waren dort geschützt. Man befrage dazu die Groß- oder Urgroßeltern. Es kommt in 1. Linie einzig und allein darauf an, Kontakte zu vermeiden.

Der Experte und Virologe, Herr Prof. Dr. Kekulé, hält z.B. gar nichts vom „Einsperren“ und findet das klinisch völlig unbegründet, soweit man sich an die Regeln hält. Ganz im Gegenteil befürchtet er mit der Umsetzung dieser Maßnahme signifikante neue Probleme mit unabsehbaren Folgen. Zudem verfügt sie ohne weitere flankierende Umsetzungen aus fachlicher Sicht über keine Evidenz.

Die Verordnung führt zu absurden Blüten: Mich rief eine Frau an, deren Mutter alleine hier am Ort lebt. Der Pflegedienst sei ausgefallen. Die entfernt wohnende Tochter wollte nun meine FeWo buchen, damit sie ihre Mutter betreuen kann. Bei der Mutter könne sie nicht wohnen. Leider musste ich der Dame absagen, da mir eine Vermietung verboten ist.

Es herrscht z.Zt. ein uneinheitliches Erlass-Chaos. Jede Gemeinde verfügt etwas anderes. Genau das wird zu Recht von der DEHOGA kritisiert. Eine einheitliche Regelung ist gefordert, der sich selbstverständlich das Beherbergungsgewerbe zu fügen hat. Vermieter von Ferienwohnungen und -häusern, die dies als Nebenerwerb betreiben, werden keine staatliche Hilfe erhalten. Bitte berücksichtigen Sie bei Ihrer nächsten Urlaubsplanung genau diese Kleinstbetriebe in Deutschland. Sie benötigen nach der hoffentlich nicht zu lange andauernden Pandemie-Krise Ihre Buchung am dringendsten.

Reisen aus beruflichen Gründen sind nach wie vor erlaubt. Das ist selbstverständlich und bedarf keiner Erklärung. Aus den vorgenannten Gründen empfiehlt sich auch für diesen Personenkreis die Ferienwohnung als Beherbungstyp. Hoffen wir, dass alle Maßnahmen zum gewünschten Ergebnis führen. Schließlich ist die Gesundheit unser höchstes Gut.

Bleiben Sie gesund!

Ihre Solveig

Burgenmuseum Nideggen: „So treiben wir den Winter aus…“

Nideggen. Mit vielfältigen Aktionen macht das Burgenmuseum Nideggen dem Winter den Garaus. Zum Start in die neue Veranstaltungssaison heißt es am Samstag, 7. März, ab 12 Uhr und am Sonntag, 8. März, ab 11 Uhr: „So treiben wir den Winter aus“.

Dieses Lied wurde bereits vor mehr als 500 Jahren gesungen, wenn es galt, den Frühling herbeizulocken. An diesem Wochenende können die Besucher das alltägliche Leben und die Handwerksberufe der damaligen Zeit hautnah erleben. Thematischer Schwerpunkt werden diesmal die Keramik und der Ton sein. Hierzu werden von den Alltagsgegenständen bis hin zu Tonamuletten Mitmachaktionen angeboten. Anregungen bietet die große Keramikausstellung des Museums. Die Verarbeitung von Holz, Leder, Kräutern, Wachs, Metall, Edelsteinen, Ton und Eisen wird präsentiert. Spezialisten mittelalterlichen Handwerks lassen sich auf allen Etagen des Burgenmuseums über die Schulter schauen – völlig wetterunabhängig im Bergfried der Nideggener Burg.

Burgherr und Burgfrau, begleitet von Musikus und Gaukler Nils mit atemberaubender Jonglage, begrüßen die Besucher und geleiten sie in die damalige Lebenswelt. Die „Freie Oppumer Schmiede“ zeigt an beiden Tagen eine Burgabwehr, wie man sie aus dem 15. Jahrhundert kennt. Wie ein großes Katapult im 12. und 13. Jahrhundert funktioniert hat, demonstriert Ritter Andreas. Das „Mhylsteyn Duo“ wird dem Fest den musikalischen Rahmen geben, und in der Taverne können sich die Besucher Getränke und Imbiss nach mittelalterlichen Rezepturen schmecken lassen.

Der Preis pro Tag und Person beträgt zwei Euro für Kinder, vier (ermäßigt drei) für Erwachsene. Weitere Infos gibt es im Burgenmuseum unter der Rufnummer 02427/6340 oder per E-Mail an burgenmuseum@kreis-dueren.de.

Die „Freie Oppumer Schmiede“ demonstriert, wie Burgen im 14. und 15. Jahrhundert verteidigt wurden.

Autor:
Josef Kreutzer
Kreisverwaltung Düren
Stabsstelle für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Der Eifel-Fahrradbus

Keine Angst, der auf dem Foto abgebildete Bus ist es nicht! Tatsächlich wird ein weniger abenteuerlich aussehendes Gefährt eingesetzt. Der Eifel-Fahrradbus (Linie 771) ist vom 10. April bis zum 25. Oktober 2020 an allen Wochenenden (Samstag & Sonntag) sowie an Feier- und Brückentagen unterwegs. Der Bus ist auf der Strecke Schmidtheim Bhf. – Kronenburg – Losheim – Weißer Stein – Hollerath – Hellenthal im Einsatz.

Dreimal täglich ergeben sich so Ein- und Ausstiegspunkte am Kyll-Radweg und der Eifel-Höhen-Route. Der Anhänger des Fahrradbusses bietet Platz für bis zu 16 Räder oder E-Bikes.

Auch Wanderer sind in diesem Bus willkommen und finden entlang der Strecke zahlreiche Wandermöglichkeiten wie die EifelSchleifen & EifelSpuren und die Wege zu den Wilden Narzissen in Hollerath. In Kronenburg und Hellenthal besteht zudem Anschluss an die Eifelsteig-Partnerwege Eifeler Quellenpfad bzw. Burgen-Route.

Der Fahrpreis richtet sich nach dem VRS-Tarif. Ergänzend zu Ihrem EinzelTicket muss bei der Nutzung des Eifel-Fahrradbusses ein FahrradTicket erworben werden. Dies ist ein EinzelTicket Erwachsene, Preisstufe 1b/2a oder das 4erTicket Erwachsene, Preisstufe 1b/2a  oder das FahrradTagesTicket NRW für beliebig viele Fahrten. Falls Sie ein VRS-AboTicket besitzen, gelten ggfs. gesonderte Mitnahmeregelungen.

Das Erlebnis: Wanderungen im Jahr 2020 auf den EifelSpuren

Dass die Eifel ein „Eldorado“ für Wanderer ist, werden alle Naturliebhaber längst wissen.  Weniger bekannt dürften die vielen ehrenamtlichen Helfer, so z.B. die Wegewarte der Ortsgruppen des Eifelvereins sein. Sie haben einen großen Teil Ihrer Zeit geopfert, um unseren Gästen eine einzigartige Entdeckungsreise durch die fantastische Natur- und Kulturlandschaft der Nordeifel zu ermöglichen. Eine enorme Fleißarbeit über etliche Monate, die gar nicht hoch genug geschätzt werden kann.

Dabei sind die „EifelSpuren“ und „EifelSchleifen“ herausgekommen. Rundwanderwege und Streckenwanderungen, die wegen ihrer herausragenden Bedeutung teilweise mit dem Siegel „Wanderbares Deutschland“ als Qualitätswege zertifiziert wurden. Ob Sie eher der sportlich, ambitionierte Typ sind oder die geruhsame Wanderung bevorzugen – es bleiben keine Wünsche offen. Gut ausgeschilderte und markierte Wege, Waldsofas und Picknickplätze bieten Service und Komfort.

Eine interessante Themenwanderung gibt es übrigens rund um die Steinbachtalsperre:  Was war die Aufgabe eines Tuchmachers? Was versteht man unter der so genannten Tuchmacherindustrie? Wo lebten die Tuchmacher?  Auf all diese spannenden Fragen gibt es Antworten – entlang der EifelSpur „Auf Tuchmachers Fährte“.

Und wenn Sie lieber in Gesellschaft wandern: Der Eifelverein überrascht mit einem vielfältigen Jahresprogramm und lädt auch Nichtmitglieder herzlich zu den Unternehmungen ein. So jedenfalls hier in Bad Münstereifel. Möchten Sie hingegen alleine unterwegs sein, stehen wir als Ortskundige gerne mit Rat oder Tat zur Verfügung und helfen, wo wir können – bis hin zu einem GPS-Gerät, damit Sie immer den richtigen Pfad finden…

Viel Freude auf Ihren Wegen wünschen

Solveig & Dietmar

Der „decke Tönnes“

Wer Bad Münstereifel besucht, wird vielleicht bei seinen Wanderungen auf eine kleine Kapelle stoßen, die ein Standbild enthält, im Volksmund “decke Tönnes“ (dicker Antonius) genannt.

Um diese kleine Kapelle oder auch „Heiligenhäuschen“, rankt sich – wie könnte es anders sein – eine kleine Heiligen-Legende, die wir kurz zusammenfassen:

Vor vielen  Jahren gab es eines Tages im Kloster Steinfeld in der Eifel große Aufregung unter den Mönchen. Es hatte nämlich ein streng aussehender Bruder an der Pforte geklopft und um Aufnahme während seiner Wandererfahrt gebeten. Da es nicht viel Abwechslung  im Kloster gab, war man froh, einen weitgereisten und offensichtlich gebildeten Mitbruder beherbergen zu dürfen. Tatsächlich handelte es sich bei dem Besucher aber nicht um einen einfachen Mönch, sondern um den Erzbischof von Trier, der von Rom kommend die Gelegenheit nutzte, inkognito die Klöster und ihre Regeln kennen zu lernen. Was er im Kloster Steinfeld sah, entsprach überhaupt nicht seinen Vorstellungen vom klösterlichen Leben. Den frommen Mitbrüdern schien nämlich die Natur weit über dem Gebet zu stehen. Ein Mönch unter den Steinfeldern, nämlich der wohlbeleibte Bruder Antonius, stach ihm ganz besonders ins Auge. Dieser erdreistete sich nämlich, Gott mit der Natur und all seinen Geschöpfen gleichzusetzen. Nicht nur, dass dieser sich unerlaubt vom Gebet entfernte und stattdessen in den Garten des Klosters herumschweifte, besaß  dieser Mönch die Unverfrorenheit, seine Zelle mit Blumen zu dekorieren und mit Vogelkäfigen voll zu stopfen. So gab sich der Erzbischof zu erkennen und las den Mönchen ordentlich die Leviten. Er gab Antonius die Schuld am „Unglauben“  seiner Brüder. Kurzerhand warf er ihn aus dem Kloster hinaus. Antonius blieb also nichts anderes übrig, als sich auf Wanderschaft zu begeben.  So kam er am Abend nach  Münstereifel. Sofort fand er das Vertrauen der Bürger, weil sie an seiner rundlichen Erscheinung, seinem Lockenkopf und dem stets fröhliches Gesicht großen Gefallen hatten. Besonders die Kinder mochten ihn gleich. Von Gott geführt und mit einem Mundvorrat von den Münstereifelern versorgt, machte er sich am nächsten Tag wieder auf den Weg und erreichte schließlich eine Stelle mitten im Wald, nicht weit vor der Stadt.

Einer göttlichen Eingebung folgend, schien ihm dieser Flecken der richtige Zufluchtsort zu sein. Mit der Unterstützung der Münstereifeler Bürger  baute er sich eine Klause, die der Witterung, dem Schnee und dem Frost standhielt. Vorbeireisende schenkten ihm Nahrungsmittel und auch an  allen anderen Dingen hatte er keinen Mangel. So wurde der Mönch Antonius, in seiner braunen Kutte, ein Eremit und Klausner. Von der Münstereifel Bevölkerung hoch geehrt, von den Kindern geliebt, aber ganz besonders den Tieren des Waldes ein wahrer Freund.

Jahr um Jahr lebte er auf dieser einsamen Waldeshöhe, fast ein halbes Jahrhundert lang, bis man ihn an einem sonnigen Tag im Frühjahr tot vor seiner Hütte liegend fand. Kein Tier hatte es gewagt, den geheiligten Körper anzutasten. Man beerdigte ihn in der Nähe seiner Klause  und errichtete zu seinem Gedenken ein Standbild in der Hütte, das wir heute dort noch sehen können.

Viel Spaß beim Erwandern wünschen

Solveig & Dietmar