Orchideen in der Eifel

Orchideen vermutet man  allgemein wohl eher nicht in der Eifel. Mir ging es übrigens ganz genauso,  als ich von Bonn kommend mit meiner Familie vor vielen Jahren nach Bad Münstereifel zog. Doch weit gefehlt. Sicher werden die meisten Naturfreunde zuerst an tropische Orchideen denken, die man in Gewächshäusern und Blumengeschäften sieht. Darüber möchte ich aber hier nicht berichten, sondern von unseren heimischen Orchideen.

Nur wenige Meter hinter unserem Haus gibt es ein Orchideenvorkommen, das uns einen Eindruck über die Vielfalt vermittelt.  Zwar haben diese nicht den spektakulären „Auftritt“ der tropischen Artgenossen mit ihren imposanten Blüten. Sie stehen aber bei näherer Betrachtung der Einzelblüte ihren exotischen Verwandten in nichts nach. Man muss allerdings genauer hinschauen. Denn sonst werden sie allzu leicht übersehen. Und das wäre sehr schade. Lassen Sie sich verzaubern von der Vielfalt und Schönheit unserer Orchideen in der näheren Umgebung. Erkunden Sie einsame Dörfer am Fuße bewaldeter Höhen, stille Seen und klare Bäche, alte Abteien und majestätische Burgen – die Eifel ist für ihre wildromantische Landschaft bekannt. Schauen Sie genau hin und Sie entdecken Schätze, die sich dem Blick der meisten Besucher entziehen: Auf stillen Lichtungen und mageren Kalkwiesen wachsen 40 der 60 in Deutschland heimischen Orchideenarten. Die Eifel gilt als das beste Orchideenrevier zwischen Rhein und Weser.

Wo genau findet man sie? Das wird hier an dieser Stelle natürlich nicht verraten.

Rund um den Hirnberg

Gerne verraten wir Ihnen hier unsere „Hausrunde“, die uns immer wieder begeistert. „Hirnen“ muss man übrigens nicht bei dieser Wanderung. Vielmehr darf sich der Wanderer auf die schöne Natur ein- und seine Gedanken loslassen.

© D. Frank

Ausgangspunkt für unsere Gäste ist das Feriendomizil Solveigs Ferienwohnung. Ansonsten wäre der Waldparkplatz „Ginsterweg“ der ideale Start. Von der Ferienwohnung aus, geht es um unser Haus herum bergauf bis zum Ginsterweg (Waldparkplatz). Hier biegen wir rechts ab und laufen gemächlich durch Wiesen und einem kleinen Eichenwald hinab ins „Eschweiler Tal“ in Richtung Steinbruch. Dieses Wegestück gehört übrigens zum „Kräuterpfad“ und ist Teil der „Eifel Spuren“. Unten im Tal sehen wir eine Brücke, die uns über den „Eschweiler Bach“ bringt. Wir sind hier in einem „Natura-2000-Schutzgebiet“, das diesen Status wegen der vielfältigen und teils seltenen Fauna und Flora erhalten hat. Vor der Brücke ist uns die  Tümpelanlage sicher nicht entgangen, die dort 2020 eingerichtet wurde. Sie bietet den heimischen Amphibien die idealen Voraussetzungen zur Fortpflanzung. An diesem Punkt angelangt, empfiehlt sich ein kleiner Abstecher, nur 50 m  aufwärts Richtung „Eschweiler“. Hier gibt uns nämlich ein interessanter Lehrpfad über die Geologie dieser Region anschauliche Einblicke. Denn der längst stillgelegte Steinbruch lieferte einst nicht nur Baumaterial sondern gab zudem zahlreiche Geheimnisse zur Entstehung der Voreifel preis. Der ein oder andere fand hier übrigens schon prächtige Fossilien.

Wir halten uns über die Brücke kommend links und wandern den Bach entlang gegen die Fließrichtung durch das wunderbare Tal, bis wir eine weitere Brücke finden. Diese überqueren wir und laufen rechts den Bogen herum. Am rechten Rand des Weges gibt es eine Bank (halber Baumstamm). Hier legen wir einen kurzen Stopp ein und schauen auf den gegenüberliegenden Wiesenhang. Es handelt sich um eine Magerkalkwiese, auf der zur richtigen Zeit Orchideen bewundert werden können. Besonders die MückenHändelwurz (Gymnadenia conopsea), mit von uns bereits gemessenen Wuchshöhen bis 50 Zentimetern, gedeiht hier. Selbstverständlich betreten wir auf keinen Fall die Wiese ohne einen fachkundigen Führer. Weiter geht es den Weg entlang durch den kühlen Wald, wobei wir links den „Hirnberg (456 m)“ passieren. Hier soll in einer Höhle der Feuermann leben, eine feurige Spukerscheinung von menschlicher Gestalt. Diese in ganz Mitteleuropa verbreitete Vorstellung ist zweifellos christlichen Ursprungs und  setzt den Glauben an Fegefeuer und Hölle voraus. Feuermänner  sind büßende Seelen, die zu Lebzeiten Schuld auf sich geladen haben und daher nach dem Tod zeitlich oder ewig umgehen müssen. Sofern sie auf Erlösung hoffen, verhalten sie sich Menschen gegenüber freundlich und leuchten ihnen auf gefährlichen Wegen. Also, passen Sie ein wenig auf sich auf!

© D. Frank

Bald gelangen wir an eine Waldstraße, in die wir kurz links abbiegen, um sofort wieder rechts in einen beschrankten Privatweg hinein zu laufen. Das war früher ein Naturlehrpfad. Leider sind nur noch wenige Informationsschilder vorhanden, was uns und die Natur aber nicht stören soll. Kurz darauf quert der Wirtschaftsweg „Gut Vogelsang“, dem wir links folgen. Hier findet sich ein schönes „Waldhaus“ mit lateinischer Inschrift. Wer möchte, darf sie gerne enträtseln. Vielleicht kennt das Anwesen noch jemand als „Waldcafé“? Weiter geht es mit wunderbarer Aussicht bis in das rheinische Vorgebirge. Nun kommt allmählich bebautes Gebiet. Es geht die Straße hinunter und am Ende weiter links. Nach einem Bogen etwas aufpassen, da sonst links ein schmaler Treppenpfad übersehen wird, der uns auf den Hubertusweg führt. Diesem wiederum links bis ans Ende folgen. Die „Otterbachstraße“ überqueren wir nur und halten uns dann wieder links steil bergauf. Das ist der „Ginsterweg“. Oben ist der Ausgangspunkt der Wanderung erreicht. Unsere Gäste gehen natürlich am Parkplatz rechts die Straße „Zum alten Gericht“ durch die Weiden ca. 600 m zu ihrem Feriendomizil und genießen dabei nochmals eine herrliche Aussicht.

ca. 9,6 km | Gehzeit ca. 2,0 h | 233 Hm | Direkt ab Feriendomizil | GPX

Viel Spaß beim Nachwandern wünschen

Solveig & Dietmar

Rundwanderung Einruhr

wir hatten hier schon an anderer Stelle hin und wieder über den Rursee berichtet. Der See gehört mit zu den größten Stauseen Deutschlands. Vor einiger Zeit haben wir uns am sogenannten „Obersee“ bei Einruhr zu einer wunderschönen Rundwanderung aufgemacht.  Wie man schon vermuten wird, teilt sich der See in einen Ober- und Untersee.

Unsere Wanderung begann direkt an dem Steg über den See, wenn man in den Ort Einruhr einfährt. Dort gibt es einen öffentlichen Parkplatz, der aber an den Wochenenden und bei schönem Wetter belegt sein dürfte. Man sollte daher am besten einen normalen Wochentag nutzen.

Man geht zunächst über die Bundesstraße und überquert die Brücke über die Erkensruhr. Hier sind wir dem Weg, mit dem See zu unserer Rechten, für einen knappen Kilometer gefolgt. Nach diesem Abschnitt überquerten wir erneut eine Brücke und setzten unsere Wanderung auf der anderen Seite des Sees in dieselbe Richtung weiter fort. Nach wiederum 1 km, dem Wanderweg folgend, sahen wir zur linken Seite einen kleinen Steg, der über die Rur führt. Dort gingen wir hinüber und gingen dann den Linksknick nach ca. 140 m herum durch ein kleines Waldstück. An der nächsten Wegkreuzung, nach etwa 300 m, bogen wir scharf nach links und nach weiteren 100 m halb links auf den Hauptwanderweg ab. Gemächlich ging es dann ca. 4 km zurück mit wunderschönen Aussichten auf den See. An einer großen Kreuzung mit einer Schutzhütte nahmen wir dann den linken Weg, der uns in Richtung Einruhr bergab führte. Nach wenigen Minuten kamen wir wieder an der Brücke an, an der wir unsere Wanderung begonnen hatten.

Uns hat an dieser Wanderung vor allem die Vielfältigkeit begeistert. Der Rückweg bietet  wunderschöne Aussichten auf den Obersee. Es war einfach nie langweilig und das schöne Wetter machte den Ausflug zu einem perfekten Erlebnis. Wir können diese Wanderung bestens empfehlen. Gute und empfehlenswerte Einkehrmöglichkeiten gibt es direkt am See in Einruhr.

ca. 7 km | Gehzeit ca. 1,7 h | 388 Hm | PKW von Bad Münstereifel nach Einruhr (ca. 38 km) | GPX

Viel Spaß beim Nachwandern

Solveig & Dietmar

Burgenmuseum Nideggen: „So treiben wir den Winter aus…“

Nideggen. Mit vielfältigen Aktionen macht das Burgenmuseum Nideggen dem Winter den Garaus. Zum Start in die neue Veranstaltungssaison heißt es am Samstag, 7. März, ab 12 Uhr und am Sonntag, 8. März, ab 11 Uhr: „So treiben wir den Winter aus“.

Dieses Lied wurde bereits vor mehr als 500 Jahren gesungen, wenn es galt, den Frühling herbeizulocken. An diesem Wochenende können die Besucher das alltägliche Leben und die Handwerksberufe der damaligen Zeit hautnah erleben. Thematischer Schwerpunkt werden diesmal die Keramik und der Ton sein. Hierzu werden von den Alltagsgegenständen bis hin zu Tonamuletten Mitmachaktionen angeboten. Anregungen bietet die große Keramikausstellung des Museums. Die Verarbeitung von Holz, Leder, Kräutern, Wachs, Metall, Edelsteinen, Ton und Eisen wird präsentiert. Spezialisten mittelalterlichen Handwerks lassen sich auf allen Etagen des Burgenmuseums über die Schulter schauen – völlig wetterunabhängig im Bergfried der Nideggener Burg.

Burgherr und Burgfrau, begleitet von Musikus und Gaukler Nils mit atemberaubender Jonglage, begrüßen die Besucher und geleiten sie in die damalige Lebenswelt. Die „Freie Oppumer Schmiede“ zeigt an beiden Tagen eine Burgabwehr, wie man sie aus dem 15. Jahrhundert kennt. Wie ein großes Katapult im 12. und 13. Jahrhundert funktioniert hat, demonstriert Ritter Andreas. Das „Mhylsteyn Duo“ wird dem Fest den musikalischen Rahmen geben, und in der Taverne können sich die Besucher Getränke und Imbiss nach mittelalterlichen Rezepturen schmecken lassen.

Der Preis pro Tag und Person beträgt zwei Euro für Kinder, vier (ermäßigt drei) für Erwachsene. Weitere Infos gibt es im Burgenmuseum unter der Rufnummer 02427/6340 oder per E-Mail an burgenmuseum@kreis-dueren.de.

Die „Freie Oppumer Schmiede“ demonstriert, wie Burgen im 14. und 15. Jahrhundert verteidigt wurden.

Autor:
Josef Kreutzer
Kreisverwaltung Düren
Stabsstelle für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Der Eifel-Fahrradbus

Keine Angst, der auf dem Foto abgebildete Bus ist es nicht! Tatsächlich wird ein weniger abenteuerlich aussehendes Gefährt eingesetzt. Der Eifel-Fahrradbus (Linie 771) ist vom 10. April bis zum 25. Oktober 2020 an allen Wochenenden (Samstag & Sonntag) sowie an Feier- und Brückentagen unterwegs. Der Bus ist auf der Strecke Schmidtheim Bhf. – Kronenburg – Losheim – Weißer Stein – Hollerath – Hellenthal im Einsatz.

Dreimal täglich ergeben sich so Ein- und Ausstiegspunkte am Kyll-Radweg und der Eifel-Höhen-Route. Der Anhänger des Fahrradbusses bietet Platz für bis zu 16 Räder oder E-Bikes.

Auch Wanderer sind in diesem Bus willkommen und finden entlang der Strecke zahlreiche Wandermöglichkeiten wie die EifelSchleifen & EifelSpuren und die Wege zu den Wilden Narzissen in Hollerath. In Kronenburg und Hellenthal besteht zudem Anschluss an die Eifelsteig-Partnerwege Eifeler Quellenpfad bzw. Burgen-Route.

Der Fahrpreis richtet sich nach dem VRS-Tarif. Ergänzend zu Ihrem EinzelTicket muss bei der Nutzung des Eifel-Fahrradbusses ein FahrradTicket erworben werden. Dies ist ein EinzelTicket Erwachsene, Preisstufe 1b/2a oder das 4erTicket Erwachsene, Preisstufe 1b/2a  oder das FahrradTagesTicket NRW für beliebig viele Fahrten. Falls Sie ein VRS-AboTicket besitzen, gelten ggfs. gesonderte Mitnahmeregelungen.

Ein Tag in Trier – unvergesslich…

Wenn Sie vielleicht von weiter herkommend bei uns zu Gast sind, dann lohnt sich unbedingt ein Besuch in Trier. Für uns gehört die Stadt mit zu den schönsten in Deutschland. In der mehr als 2000 Jahre alten Stadt ist der Einfluss der alten Römer unverkennbar. Viele der historischen Bauten gehören zum UNESCO-Welterbe und zieren das Stadtbild. So auch das einstige Tor zur Stadt, die Porta Nigra, die auch heute noch den Weg zur historischen Innenstadt und allen Sehenswürdigkeiten ebnet. Besonders praktisch: Vom Hauptbahnhof spazieren Sie gemütlich in knapp 10 Minuten einfach geradeaus durch die Theodor-Heuss-Allee direkt zur Porta Nigra – oder Sie nehmen einen der vielen Busse. In nur wenigen Gehminuten kommen Sie ab hier überall hin, ob zum Trierer Dom mit der Liebfrauenkirche, zur ehemaligen Palastaula Konstantin-Basilika mit angrenzendem Palastgarten, zu den römischen Thermen – Die Barbarathermen aus dem 2. Jh. gehörten lange Zeit zu den größten Thermenanlagen des Römischen Reiches, die Kaiserthermen ganz in der Nähe faszinieren durch eindrucksvolles Gemäuer und unterirdische Gänge – oder dem Amphitheater am Hang des Petrisberges im östlichen Teil der Stadt.

Neben Kultur und Geschichte bietet die Moselmetropole auch Raum zum Flanieren und Entspannen. Wie fast alles in Trier, erschließt sich auch die Fußgängerzone gleich hinter der Porta Nigra, hier finden Sie zentriert große und kleine Geschäfte, Cafés, Weinhäuser und Restaurants. Und auch zum schönen Moselufer im Westen laufen Sie in nur 10 Minuten. Unser Tipp: Eine Weinprobe unter der Innenstadt in den historischen Gewölbekellern z. B. der Bischöflichen Weingüter, im ältesten Weinkeller Deutschlands im Weingut Vereinigte Hospitien oder bei einem Trierer Winzer im Weinort Olewig macht Ihren Trier-Ausflug unvergesslich!

Viel Spaß wünschen

Solveig & Dietmar

Entdeckertouren in die Welt der Eifelvulkane

Unternehmen Sie eine spannende Reise in die Welt der Vulkane, erleben Sie die vulkanische Vergangenheit der Eifel und spüren Sie den heißen Atem der Erdgeschichte. Sechs museale Informations- und Erlebniszentren sowie 17 Natur-, Kultur- und Industriedenkmäler machen im Vulkanpark im Landkreis Mayen-Koblenz die feurige Entstehungsgeschichte der Eifel erlebbar.

So zum Beispiel im Vulkanpark Infozentrum in Plaidt/Saffig. Dort  präsentieren sich Eifelvulkanismus und die 7.000-jährige Geschichte des Gesteinsabbaus eindrucksvoll und verständlich. Dank anschaulicher Filme und vieler Exponate erhalten die Besucher hier auf zwei Etagen unter anderem einen Überblick über die heiße Entstehungsgeschichte der Osteifel, die Abbaugeschichte von Basalt und Tuffstein und über den Vulkanpark mit seinen Erlebniszentren und Landschaftsdenkmälern.

Unbedingt besuchen – es lohnt sich!

Viel Spaß wünschen

Solveig & Dietmar

Weihnachten & Silvester im „Vulkan-Expreß“ durch die Eifel

Mit einer rasanten Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h durch die Eifel? Da mag man zunächst an den „Drahtesel“ denken, aber das macht im Winter vielleicht gar nicht so großen Spaß. Besser ist es da schon, die Brohltalbahn zu nutzen. Zum Jahresende kann man nämlich noch mit dem „Vulkanexpress“ durch die hoffentlich verschneite Eifel zuckeln und ganz entspannt die Natur genießen. Sicher nicht nur für Eisenbahnenthusiasten ein besonderes Erlebnis

Es ist schon fast Tradition: Am 2. Weihnachtstag ist der kleine Zug auf der romantischen Strecke  der Brohltalbahn unterwegs. Rund 1,5 Stunden dauert die 18 km lange Reise, auf der 400 Höhenmeter überwunden werden. Während der Fahrt ist das Ein- und Aussteigen verboten! Über Viadukte und durch einen Tunnel rollen die weihnachtlich geschmückten Waggon über die schmalspurigen Gleise mit einem Meter Spurweite.

Am Ziel angekommen, besteht die Möglichkeit zu einer Mittagspause in der wohlig warm geheizten Vulkanstube direkt am Bahnhof. Man kann anschließend gestärkt an einer Wanderung teilnehmen.

Das Dampfross startet am Bahnhof Brohl (gleich gegenüber des DB-Bahnhofs) um 11:15 Uhr, der Zustieg ist aber auch an allen weiteren Stationen im Brohltal möglich. Hin- und Rückfahrt kosten für Erwachsene 14 Euro, für Kinder (6-15 Jahre) 6,50 Euro. Gegen 16:45 Uhr trifft der Zug wieder in Brohl ein.

Auch am letzten Tag des Jahres 2018 hat man die Chance, eine Reise durch das Brohltal zu unternehmen! Der „Vulkan-Expreß“ startet zum Jahresabschluss von Brohl nach Engeln. Auch bei dieser Fahrt wird eine Mittagspause in der Vulkanstube am Bahnhof Engeln angeboten, bevor eine geführte Wanderung an der Burg Olbrück vorbei zum Bahnhof Oberzissen beginnt. Dort wird der „Vulkan-Expreß“ wieder erreicht.

Weitere Informationen und Buchungen unter www.vulkan-express.de, buero@vulkan-express.de und Tel. 02636-80303.

Herzliche Grüße

Solveig & Dietmar

Dat Wasser vun Kölle es jot…

…sang so überaus trefflich die Kölner Mundartgruppe „Bläck Fööss“ und erntete mit dem Schlager einen großen Erfolg. Als Eifler können wir das nur bestätigen, beziehen doch die Kölner seit dem Jahr 80 n. Chr. das kühle Nass aus unserer Region. Dazu erbauten römische Soldaten eine Wasserleitung mit einer Länge von insgesamt fast 96 km. Eine Ingenieursleistung, die ihresgleichen sucht. Was das Wasser anging, so waren die auf Hygiene bedachten römischen Gründer der Stadt Köln nämlich äußerst wählerisch. Niemals wären sie auf die naheliegende Idee gekommen, ihren Wasserbedarf aus dem Rhein zu entnehmen. Sie wussten: Wo wir unser Abwasser hineinleiten, kann die Qualität des Trinkwassers nicht gut sein. Die später in Köln eingefallenen Franken konnten übrigens mit so viel Luxus nichts anfangen. Deshalb wurden sie auch im Durchschnitt nur halb so alt, wie die von ihnen verjagten Römer.

Der aufmerksame Besucher trifft in Köln auf zahlreiche Spuren römischen Lebens. Nicht jedoch ohne weiteres zugänglich sind ihm die unterirdischen Monumente und Ausgrabungen. Dazu muss man sich einer Führung anschließen. Organisiert von Herrn Jürgen Küppers vom „Eifelverein Bad Münstereifel“, hat uns heute der Kölner Historiker Jean-Bruno Broicher kurzweilig und gewürzt mit humoristisch-historischen Anekdoten in die römische Unterwelt von „Colonia Claudia Ara Agrippinensium“ geführt. Neben römischen Abwasserkanälen und dem Ubiermonument (nur mit Führer zu besichtigen), bekamen wir auch einen hervorragenden Eindruck des römischen Praetoriums. Die Fundamente des Sitzes der ehemaligen römischen Stadthalter und Stellvertreter des jeweils amtierenden Kaisers, sind noch sehr gut erhalten und geben Aufschluss über die Art und Weise, wie zur römischen Zeit regiert und repräsentiert wurde.

Alles in allem war es ein lehrreicher und sehr interessanter Ausflug. Wir können diese Führung, soweit an der Antike interessiert, unseren Gästen und Lesern nur wärmstens empfehlen.

Viel Spaß auf den Spuren der Römer wünschen

Solveig & Dietmar

Die Eifel hat den zweitgrößten Stausee Deutschlands

Wenn von der Eifel-Region die Rede ist, so hat man womöglich zunächst die Assoziation einer Mittelgebirgslandschaft. Dazu gesellen sich vielleicht Bilder von Vulkankegeln und den Maaren. Doch wer weiß schon, dass hier der zweitgrößte Stausee Deutschlands zu Hause ist? Der durch die Rurtalsperre Schwammenauel aufgestaute Rurstausee hat mit der Vorsperre Obersee ein Volumen von 203,2 Mio. m³ Stauraum. Da ist es nicht weiter verwunderlich, dass hier die Wassersportler voll auf ihre Kosten kommen. Neben einem attraktiven Yachthafen und hübsch angelegten Strandbädern ist alles vorhanden, was den „Wasserratten“ das Herz höher schlagen lässt. Sogar heute, wir haben bereits fast Mitte September, konnten die Ausflügler das angenehm temperierte Nass in vollen Zügen genießen. Da fragt man sich, ob es wirklich immer der Boden- oder Gardasee sein muss. Leicht zu gehende Wanderwege um das Gewässer herum machen den Tag am See zu einem perfekten Urlaubserlebnis.

Liebe Grüße, Solveig & Dietmar